Gastronomie

  • Gastronomie Hiver
Ob mit oder ohne Käse, ob süß oder deftig, die Spezialitäten aus der savoyischen Gastronomie können Sie hemmungslos genießen!
 
  • Käse:
    • Reblochon fermier: Der Reblochon der Bauern, der König aller Käse aus dem Tal, trägt eine geschützte Herkunftsbezeichnung (A.O.P.) und wird seit dem 13. Jahrhundert auf den Almen des Aravis-Massivs, zweimal täglich, morgens und abends nach dem Melken, hergestellt. Eine grüne Plakette aus Kasein, die auf den Käse gelegt wird, bestätigt die Herkunft von einem einzigen Bauernhof (aus sofort nach dem Melken verarbeiteter Milch). Eine rote Plakette bezeichnete einen Reblochon fruitier, der aus der Milch mehrerer Bauernhöfe hergestellt wurde. Der Reblochon-Käse wird nach einer Reifezeit von 3 bis 4 Wochen im Reifekeller verzehrt. Der vollmundige Käse hat ein leichtes Nussaroma. Er ist eine Zutat des traditionellen Gerichts „pela“ aus Kartoffeln, Zwiebeln und Speckwürfeln.
      www.reblochonfermier.com
    • Tomme Blanche: Der weiße Tomme-Käse wird nur im Aravis-Massiv verzehrt. Es handelt sich um einen Reblochon-Käse, der nicht gereift ist und wie ein Frischkäse in den Stunden nach der Herstellung gegessen wird. Er schmeckt mit Salz und Pfeffer gewürzt zu Kartoffeln, Salat und Wurst.
    • Chevrotin: Die Herstellung des Chevrotin läuft seit mehr als 300 Jahren parallel zur Fabrikation des Reblochon im Aravis-Massiv. Dieser leckere Käse wird aus voller und roher Ziegenmilch nach einer Methode hergestellt, die der des Reblochon ähnelt. Er reift mindestens 3 Wochen im Reifekeller. Eine Kaseinplakette garantiert seine Authentizität im Rahmen seiner kontrollierten Herkunftsbezeichnung A.O.C., die er seit 2002 trägt.
    • Persillé: Dieser traditionelle Käse aus Ziegen- oder Schafsmilch wird mit der Milch aus drei Melkvorgängen hergestellt. Er reift mindestens 2 Monate im Reifekeller. Er schmeckt in feine Scheiben geschnitten zum Aperitif oder kommt auf das Käsetablett zum krönenden Abschluss des Essens.
  • Die lokalen Wurstspezialitäten: Roher Schinken, getrocknete oder über dem Holzfeuer geräucherte Schweinewurst sind die im Tal wichtigsten zubereiteten Wurstwaren. Die in Salzlake getunkte Wurst wird in den Kaminen aufbewahrt, wo der Rauch sie trocknet und konserviert und ihr ihren so typischen Geschmack verleiht.
     
  • Diot: Diese kleinen Würstchen aus Schweinefleisch werden in Weißwein gedünstet und schmecken zu Kartoffeln, zum Gericht Farcement oder zu einer Polenta.
  • Farcement: Dieses traditionelle süß-saure Gericht aus dem Mittelalter aus geraspelten Kartoffeln, Speckwürfeln und Trockenobst wird mehrere Stunden in einer Kaminofenform namens Rabolire im Wasserbad gegart. Das Kartoffelgericht wird mit Diot-Würstchen oder Räucherwust serviert.
  • Kartoffel-Beignet: Die Beignets aus geraspelten Kartoffeln, Mehl, Eiern, Salz, Pfeffer und feinen Kräutern werden im kochend heißen Öl gebacken.
     
  • Polenta: Mehr oder weniger feiner Maisgries, der mit Zwiebeln, Speckwürfeln und geraspeltem Käse gekocht wird.
  • Die traditionellen Nachspeisen kamen früher zu den jahreszeitlich vorgegebenen Festen auf den Tisch. Heute werden sie das ganze Jahr über serviert:  
  • Bugnes oder Beignets de Mardi Gras: Der Teig für die Faschingsdienstags-Beignets wird in Streifen geschnitten und zur typischen Form des Bugne mit einem Loch in der Mitte geformt, anschließend in heißem Öl frittiert.
  • Rissoles de Noël: Diese weihnachtlichen Teigtaschen sind bei der ganzen Familie beliebt. Die Taschen aus Mürbe- oder Blätterteig werden in der Pfanne oder im Ofen gebacken, mit Quitten- oder Apfelkompott gefüllt und bieten eine Vielzahl an Varianten für ein jahrhundertealtes Rezept.
  • Biscuit de Savoie: Dieser Biskuitkuchen aus Savoyen ist das Aushängeschild der savoyischen Desserts und schmeckt mit Eis, Schokoladenpudding oder Fruchtkompott.
  • Bescoin zum Patronatsfests: Diese kleine Hefebrot wird vom Dorfbäcker zum Fest La Croix in La Clusaz (2. Sonntag im September) und zum Fest Saint Maurice in Le Grand-Bornand (3. Sonntag im September) gebacken. Das mit Anis aromatisierte Brot hat an jedem Ende eine kleine Kugel. Der Brauch will es, dass ein Pate zu diesem Volksfest Bescoins an seine Patenkinder schenkt.
  • Beerenkuchen: Die berühmtesten unter ihnen sind der Kuchen mit Blaubeeren oder Himbeeren, die auf den Lichtungen der Wälder im Aravis-Massiv ab August gepflückt werden. Man findet die Beeren in allen Bäckereien der Stadt wieder und sie werden auch auf den Dessertkarten der Restaurants angeboten. Sie eignen sich auch wunderbar zu einer kleinen Stärkung nach einem Tag auf den Skipisten...
  • Probieren Sie auch den Honig und die Konfitüren aus den Gebirgen, die Schnäpse mit Gentiane, der traditionell im Aravis-Massiv destillierte und getrunkene Alkohol.  
Der Genuss von Alkohol ist gesundheitsschädlich und sollte nur in Maßen erfolgen.